Dallas Buyers Club

Dallas Buyers Culb ist ein Drama um Aids, Homophobie und das Festkrallen am Strohhalm des Lebens mit zwei überragenden Schauspielern.


Ron Woodroof (Metthew McConaughey) ist Elektriker und Rodeoreiter und führt ein ausschweifendes Leben mit viel Alkohol, Sex und Drogen. Als er positiv auf HIV getestet wird, bricht für ihn eine Welt zusammen. Denn in den 1980er ist nicht nur sehr wenig über die Immunschwächekrankheit bekannt, sondern wird vornehmlich mit Schwulen in Verbindung gebracht. Für den homophoben Frauenheld Ron ein immenses Persönlichkeitsproblem. Dennoch gründet er mit dem schwulen Rayon (Jared Leto) den Dallas Buyers Club, wo sich Aidskranke gegen eine monatliche Gebühr selbst mit nicht zugelassenen Medikamenten behandeln können.

Überragende Schauspieler

Dallas Buyers Club ist kein Film für die große Kinoleinwand. Er bedient sich weder spektakulärer Bilder noch symbolischer Metaphern. Auch die Geschichte um den einstigen Schwulenhasser Ron und seinen späteren Freund Rayon ist nicht besonders spannend erzählt. Sie lässt viel Platz für die beiden Protagonisten. Gut so, denn Metthew McConaughey und Jared Leto haben sich für ihre Rollen bis auf die Knochen heruntergehungert und liefern eine schauspielerische Leistung der Spitzenklasse ab – vielleicht die beste ihrer Karriere. Nicht umsonst haben beide dafür einen Golden Globe bekommen und dürften wohl auch als Mitfavoriten für die Oskars gelten. Die beiden sind so gut, dass alles Drumherum nicht weiter interessiert. Der Film kommt zu kurz.

Zu wenig Drama

Auf dem Weg vom Kino nach Hause habe ich festgestellt, dass so gut die beiden Hauptdarsteller waren, mich deren Schicksal ungewöhnlich kalt gelassen hat. Zu einem Film gehört mehr als zwei überragende Schauspieler. Für mich fehlt dem Drama Dallas Buyers Club Drama. Um es mit den Worten von Robin von DVD-Kritik zu sagen, Dallas Buyers Club ist authentisch. Authentizität ist aber kein besonders gutes Kriterium für Dramen.

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